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Ratgeber Säule 3a
7 Antworten auf die häufigsten Fragen, jede Aussage mit Quelle: Gesetz, Bundesamt oder Versicherer. Geschrieben für die Schweiz.
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- Säule 3a bei der Bank oder bei der Versicherung?Bei der Bankstiftung bestimmst du jedes Jahr selbst, ob und wie viel du einzahlst, bis zum Höchstbetrag. Bei der Versicherung verpflichtest du dich zu einer regelmässigen Prämie, meist mit Todesfallkapital oder Prämienbefreiung bei Erwerbsunfähigkeit; einen solchen Risikoschutz erlaubt die Verordnung auch bei der Bankstiftung (Art. 1 BVV 3). Löst du eine 3a-Police in den ersten Jahren auf, bekommst du womöglich weniger zurück, als du eingezahlt hast, weil nicht amortisierte Abschlusskosten abgezogen werden dürfen (Art. 127 AVO). Höchstbetrag, Bezug und Steuern sind bei beiden gleich geregelt (BVV 3).
- Säule 3a beziehen: wann, wie und welche SteuernDein 3a-Guthaben bekommst du frühestens fünf Jahre vor dem AHV-Referenzalter; arbeitest du weiter, kannst du den Bezug bis fünf Jahre danach aufschieben (Art. 3 BVV 3). Früher geht es für selbst bewohntes Wohneigentum, bei Aufnahme der Selbständigkeit, bei Auswanderung, für einen Einkauf in die Pensionskasse oder mit einer ganzen IV-Rente, wenn das Invaliditätsrisiko nicht versichert ist. Den Bezug besteuern Bund und Kantone getrennt vom übrigen Einkommen; der Bund rechnet mit einem Fünftel seines Tarifs (Art. 38 DBG), die Kantone mit eigenen Tarifen (ESTV).
- Säule 3a für Selbständige: der grosse 3a-BetragBist du selbständig und keiner Pensionskasse angeschlossen, darfst du 20 % deines Erwerbseinkommens in die Säule 3a einzahlen und abziehen, 2026 höchstens CHF 36’288, 2027 höchstens CHF 36’864 (Art. 7 BVV 3, BSV). Massgebend ist der Gewinn nach den AHV-Beiträgen, nicht der Umsatz. Bist du freiwillig in einer Pensionskasse versichert oder als Inhaberin einer GmbH oder AG obligatorisch, gilt der kleine Betrag: 2026 CHF 7’258, 2027 CHF 7’373.
- Säule 3a nachzahlen: so holst du Lücken nachSeit 2026 kannst du Beitragslücken in der Säule 3a mit einem Einkauf schliessen, aber nur Lücken ab dem Jahr 2025 und höchstens zehn Jahre zurück (Art. 7a BVV 3, BSV). Pro Jahr darfst du höchstens den kleinen Beitrag nachzahlen, 2026 CHF 7’258 und 2027 CHF 7’373, auch ohne Pensionskasse. Im Einkaufsjahr zahlst du zuerst den vollen ordentlichen Beitrag ein, und im Einkaufs- wie im Lückenjahr brauchst du AHV-pflichtiges Einkommen. Den Einkauf ziehst du vom steuerbaren Einkommen ab.
- Säule 3a Zinsen: 32 Konten im VergleichAm 19. Oktober 2026 zahlte unter 32 geprüften 3a-Konten die Caisse d’Epargne d’Aubonne mit 1,00 % pro Jahr den höchsten Zins, vor der Caisse d’Epargne de Nyon mit 0,85 % (an Bedingungen wie Steuerwohnsitz und Betrag geknüpft) und der Cornèr Bank mit 0,70 %. Der häufigste Satz war 0,20 %, etwa bei Raiffeisen, Migros Bank und BEKB; die UBS zahlt 0,10 %, PostFinance 0,05 %. Fest ist der Zins in der Regel nicht: LUKB und TKB etwa schreiben, sie könnten ihn jederzeit anpassen, und der SNB-Leitzins liegt seit Juni 2025 bei 0 %.
- Säule 3a: Höchstbetrag und Einzahlung bis 31. DezemberMit Pensionskasse darfst du 2026 bis CHF 7’258 in die Säule 3a einzahlen, ohne Pensionskasse 20 % deines Erwerbseinkommens, höchstens CHF 36’288 (BSV). Für 2027 hat der Bundesrat am 2. Oktober 2026 die Beträge auf CHF 7’373 und CHF 36’864 erhöht. Das Geld muss bis am 31. Dezember auf deinem 3a-Konto gutgeschrieben sein; der Zahlungsauftrag allein reicht nicht (ESTV). Einzahlen darf nur, wer AHV-pflichtiges Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkommen hat.
- Säule 3a: Konto oder Wertschriften?Auf dem 3a-Konto schwankt der Wert nicht, der Zins ist aber tief und kann sich jederzeit ändern: Am 18. Oktober 2026 zahlten die ZKB 0,150 %, die LUKB 0,100 %, Raiffeisen und Valiant je 0,200 %. Für Wertschriften gelten sinngemäss die Anlageregeln der Pensionskassen (Art. 5 BVV 3). Sie können mehr bringen, aber auch deutlich verlieren: Eine 3a-Strategie von Pictet mit 30 bis 50 % Aktien verlor 2022 14,4 %. Je näher der Bezug, desto weniger Schwankung verträgt das Geld.